
Yema legt die Granvelle in einem überzeugenderen Format neu auf: 37,5 mm, Manufaktur-Mikrorotor-Kaliber CMM.29 und ein vom Palais Granvelle in Besançon inspiriertes Zifferblatt. Unter 3.000 € ist sie nicht nur eine französische Dresswatch: es ist vor allem ein Glaubwürdigkeitstest für Yemas Aufstieg im Premiumsegment.
Sommaire
Eine tragbarere Granvelle, also verteidigungsfähiger
Die erste nützliche Information ist nicht das Renaissance-Dekor des Zifferblatts, sondern die Größe. Die Yema Granvelle Renaissance CMM.29 kommt mit einem Kissengehäuse von 37,5 mm, 46,3 mm von Anstoß zu Anstoß und nur 8,5 mm Dicke. Bei einer Dresswatch oder sportlich-eleganten Uhr zählt dieses Trio mehr als ein historischer Diskurs: es vermeidet den Effekt eines zu großen, demonstrativen Objekts, ein häufiger Fehler moderner „Neo-Dress“-Uhren.
Das Gehäuse aus 316L-Stahl wechselt zwischen polierten und vertikal gebürsteten Oberflächen, mit einer Sonnenschliff-Lünette, einem geriffelten Mittelteil und einer spezifischen Kissengehäuse-Krone. Das cremefarbene Zifferblatt weist eine mehrstufige Konstruktion auf: äußere Minuterie, Stundenkreis, texturiertes Zentrum und dezentrale kleine Sekunde. Yema spricht von einer Inspiration, die von den Motiven des Palais Granvelle in Besançon stammt; das Argument funktioniert, weil es sich nicht auf eine Gravur auf der Rückseite beschränkt. Die Architektur ist in den Volumina des Zifferblatts und des Gehäuses tatsächlich ablesbar.

Das wahre Thema: ein französischer Mikrorotor für 2.500 Dollar
Für 2.500 Dollar auf der internationalen Yema-Website – europäischer Preis je nach Land und Steuern zu überprüfen – spielt die Granvelle Renaissance eine in diesem Preissegment selten zugängliche Karte aus: den Mikrorotor. Das Kaliber CMM.29 wird als in den Werkstätten von Morteau entworfen, gefertigt, montiert und reguliert angekündigt, mit Komponenten, die im nahen französisch-schweizerischen Ökosystem hergestellt werden. Es bietet 70 Stunden Gangreserve, 28.800 Halbschwingungen pro Stunde, kleine Sekunde, Automatikaufzug durch Wolfram-Mikrorotor und eine angegebene Ganggenauigkeit von -3/+7 Sekunden pro Tag.
Auf dem Papier ist dies das Argument, das diese Yema von einer klassischeren Schweizer Dresswatch mit Sellita oder ETA unterscheidet. Gegenüber einer Frédérique Constant, einer Longines der Einstiegsklasse, einer Baltic MR oder bestimmten Miyota 9-Mikromarken gewinnt Yema nicht unbedingt durch Bekanntheit oder einfache Wiederverkaufbarkeit. Sie gewinnt durch das mechanische Angebot : eine echte Uhrwerksarchitektur, die ambitionierter ist als der Durchschnitt des Segments.


Warum diese Yema in diesem Segment zählt
Yema bleibt eine polarisierende Marke: starke französische Geschichte, echter Manufaktur-Aufwand, aber bei einigen Liebhabern immer noch unregelmäßige Wahrnehmung aufgrund der Kommunikation, des früheren Kundendienstes und der sehr starken Konkurrenz unter 3.000 €. Gerade diese Granvelle Renaissance ist interessant, weil sie zwei übliche Fallen vermeidet: die einfache nostalgische Neuauflage und die überausgestattete Toolwatch ohne Eleganz.
Im Yema-Katalog ergänzt sie die Superman, Navygraf und Wristmaster mit einem eleganteren, aber nicht zerbrechlichen Angebot: entspiegeltes Saphirglas, 50 m Wasserdichtigkeit, Super-LumiNova BGW9, sich verjüngendes Lederarmband von 18 auf 14 mm und 5 Jahre internationale Garantie. Es ist keine Sportuhr, aber sie bleibt rational genug für den Büroalltag, Abendessen, elegante Wochenenden oder eine Sammlung, die sich auf zeitgenössische französische Uhren konzentriert.
Der Vorbehalt: Zu diesem Preis muss der Käufer akzeptieren, sich zu entscheiden für die mechanische Originalität und die französische Identität anstatt den Komfort einer etablierteren Schweizer Marke. Für einen ersten „sicheren“ Kauf bleiben gebrauchte Longines oder Nomos die offensichtlichere Wahl. Für einen Liebhaber, der eine andere, feine, kompakte und mechanisch interessantere Dresswatch als eine Standard-Dreizeigeruhr möchte, wird die Yema viel verteidigungsfähiger.
Für wen? Für wen nicht?
Die Granvelle Renaissance erfüllt drei seltene Kriterien unter 3.000 €: wirklich tragbarer Durchmesser, Manufaktur-Mikrorotorwerk und ein erkennbares Design ohne Vintage-Pastiche. Sie richtet sich vor allem an Leser, die bereits eine vielseitige Uhr besitzen und suchen ein französisches Dress-Stück mit einer echten mechanischen Geschichte. Zu vermeiden, wenn das Ziel der Wiederverkaufswert, absolute Neutralität oder eine einzigartige Allzweckuhr ist.
Nützliche Spezifikationen: Referenz 77.26.29.08.SN.L8; Gehäuse Edelstahl 316L 37,5 mm; Dicke 8,5 mm; Bandanstoß 18 mm; Gewicht 80 g; Manufakturkaliber CMM.29 Mikrorotor; 70 h Gangreserve; angegebene Ganggenauigkeit -3/+7 s/Tag; Saphirglas AR; Wasserdichtigkeit 5 bar / 50 m; sich verjüngendes Lederarmband; Lieferung angekündigt Ende Juni 2026.
Offizielle Quelle: offizielle Seite Yema Granvelle Renaissance CMM.29.
